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Sonja Pfeilschifter (HSG München) zum Finale

Sonja Pfeilschifter


Hermi
: Hallo Sonja, eigentlich wollte ich dich direkt nach dem Kampf interviewen, aber ich glaube das hätte nicht viel gebracht, oder?
Sonja: Naja, im ersten Moment ist es immer ein bisschen frustrierend wenn man verliert. Das ist ganz klar. Aber die Coburger waren gestern wahnsinnig stark und einfach nicht zu schlagen. Wenn man nach ein paar Minuten Pause sich in der Kabine über dem Ganzen klar wird, dann war es schon OK. Wir haben es dieses Jahr ins Finale geschafft, sind Zweiter geworden das ist ja auch nicht so schlecht.
Hut ab vor Katerinas und der Coburger Leistung. Sie haben wirklich super geschossen und ich gönne es ihnen auch von ganzem Herzen. Dieses Jahr waren wir die Verlierer, wer es im nächsten Jahr wird: Mal schauen.

Hermi: Was sagst du eigentlich zu dem Level der dieses Jahr geschossen wurde?
Sonja: Man sieht, dass die einen oder anderen Schützen von Jahr zu Jahr mit dem Druck und dem Ganzen drum herum immer besser fertig werden. Wenn man dann wirklich im Finale steht und dann noch auf so einem hohen Level schießt, dann muss man in Kauf nehmen, dass man an manchen Tagen einen Gegner nicht schlagen kann. Wir sind immerhin noch Menschen und keine Maschinen und dann passiert es halt mal so.
Hermi: Was heißt „passiert so“? 397 sind ja immer noch ein Bombenresultat.
Sonja, etwas zögerlich: „Jaaa sicher“
Hermi: Obwooohl, du natürlich ... oder wahrscheinlich wenn du an die letzte Saison denkst,… Aber die war ja jenseits von Gut und Böse glaube ich.
Sonja. Naja, mir war auch klar, dass der Schnitt und die Ergebnisse vom letzten Jahr von mir persönlich gesehen nicht jedes Jahr zu bringen sind. Man trainiert und macht und tut aber solche Ergebnisse noch mal zu wiederholen ist schon möglich, aber es war einfach utopisch. Ich denke ein Schnitt von fast 399 bei sieben Wettkämpfen ist schon heftig.
Hermi: Aber das brauchst du ja jetzt nur zur Olympiade noch mal machen.
Sonja: Schaun mer mal.
Hermi: Ich gönne es dir, aber auch allen anderen. Weil: Leistung muss anerkannt werden.
Sonja: Sicher, davon träumen alle. Das ist ganz klar. Ich werde sicherlich mein Bestes geben. Mehr als trainieren und darauf hinarbeiten kann man nicht. Wie es dann am entscheidenden Tag ausgeht das weiß man halt vorher nicht.
Hermi: Sonja ich Danke dir und wünsche dir bei den kommenden Wettkämpfen (als nächstes die Europameisterschaft) viel Erfolg.